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11.11.15 05:55 Lungenentzündung mit Schlafapnoe
E.K.
Sehr geehrter Dr. Rothe
Ich bin weiblich, 30 Jahre alt.
Es begann vor etwa knapp 2 Wochen:
Anfängliches Kratzen im Hals, empfindlicher Kehlkopf, leichter Reizhusten. Am nächsten Tag beschlagene Stimme, deutlich mehr Husten und beginnende Atemnot. Das Atmen ging äusserst schwer und Warmdampfinhalation (Nasobol) half nur für kurze Zeit, danach war dieses Engegefühl wieder da. Ich konnte nur mit Druck auf der Stimme verständlich sprechen und musste aktiv "helfen" einzuatmen. Ich versuchte es dann über Stunden hinweg mit Ventolin, was nichts brachte. Erst mit Symbicort und Rödleröl ging es mir besser! Da ich als Kind oft Infektasthma hatte, dachte ich mir nichts dabei und stellte mich auf eine Erkältung ein. Da ich weder Fieber, Gliederschmerzen, Halsschmerzen noch Schnupfen hatte vermutete ich nichts Schlimmes. Ich hatte lediglich Husten und Atemnot. Am 3. Tag kamen wirklich starke Rückenschmerzen hinzu, das Durchschlafen gestaltete sich schwierig, die Schmerzen waren an der Grenze zum Unerträglichen. Da ich mich mittlerweile so abgeschlagen und schwach fühlte, gekoppelt mit einer inneren Unruhe...und keine Schmerzmittel im Haus hatte, beschloss ich am 4. Tag zum Hausarzt zu gehen und bat ihn meine Lunge abzuhören. Er hätte es fast nicht gemacht, da meine Symptome harmlos erschienen. Als er vom Rücken her abhorchte hörte er ein Röcheln im unteren Bereich der Lunge. CRP war deutlich erhöht (hatte aber kein Fieber, nicht einmal subfebril) und er verabreichte mir Clarithromycin Sandoz 500mg. Er meinte, das wäre höchste Zeit gewesen, es sei gut gewesen, dass ich vorbei gekommen bin! Ich hätte eine Lungenentzündung! Ich war etwas verwirrt, da es so aus heiterem Himmel kam, noch dazu mit so wenig Symptomen!
Mit dem Antibiotika ging es schnell besser. Ich zeigte aber deutliche Nebenwirkungen vom Antibiotika her, aber ein Wechsel fand er in meinem Fall nicht angebracht, es sei zu ernst und ich solle durchhalten. Da ich mich nicht übergeben musste und auch Durchfall ausblieb, stimmte ich schon zu.
Meine eigentliche Frage kommt mit Folgendem: ich habe seit 2 Jahren immer mal wieder Extrasystolen, wurde aber von den Ärzten beruhigt, da dies normal sei. Während der Antibiotikatherapie nahmen diese Herzrhytmusstörungen zu, auch Schwindel trat auf, Brennen im Rücken und Brustbein, ein Blutdruck um 100/58 und 68 Puls war gerade zu Dauerzustand, ich fühlte mich benommen und unsagbar müde, begleitet von einer immerwährenden Übelkeit, es war fast nicht mehr auszuhalten!
Jetzt geht es besser, nur habe ich seit zwei Nächten Atmungsaussetzer während der Einschlafphase -zumindest bemerke ich sie da. Ich erwache dann und muss tiefer einatmen als üblich, begleitet mit einem beschleunigten Puls, der sich aber nach Sekunden wieder beruhigt. Das ist äusserst unangenehm und macht Angst. Ich hatte schon Angst einzuschlafen, da ich womöglich nicht mehr aufwachen würde!
Einmal eingeschlafen, kann ich die Nacht auch durchschlafen und erwache morgens ausgeruht.
Ich habe gelesen, dass nach einer Lungenentzündung eine Schlafapnoe auftreten kann. Ist dies wahrscheinlich bei mir oder könnte es auch nur mit dem tiefen Blutdruck zusammenhängen? Können diese Atmungsaussetzer nach vollständigem Abklingen der Lungentzündung wieder verschwinden oder wurde da etwa Lungengewebe derart zerstört, dass dieser Zustand so bleibt? Ich habe mich auch gefragt, ob der Krankheitsverlauf das Herz beinträchtigt haben könnte...
Mein jetziges Atmungsempfinden gleicht dem eines sehr kalten, klirrenden Wintertages, an dem man tief einatmet und diesen leicht stechenden Schmerz und diese eisige Kälte verspürt. Ist diese Lungentzündung wirklich schon durch oder was verursacht solch ein Empfinden?

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.
Freundliche Grüsse,
E.K.
11.11.15 11:58
Thomas Rothe
Guten Morgen
Sie haben sehr präzise und ausführlich beschrieben, was Ihnen widerfahren ist. Eine Lungenentzündung ist eine ernsthafte Erkrankung, d.h. in dieser Zeit ist es normal, dass Sie sich schlecht fühlen und auch einzelne Extraschläge des Herzens bzw. auch mal ein Atemaussetzer stattfindet. Wenn Sie zum einen gut schlafen und morgens fit sind und zum anderen langsam wieder leistungsfähig werden, würde ich mir keine Gedanken machen. Wichtig bei Extrasystolen ist, dass die, die bei Anstrengung weg gehen, meist gutartig sind, die dann aber mehr werden, besser abgeklärt werden sollten
Sie werden sicher auch nicht von einem Tag auf den anderen eine Schlafapnoe entwickeln. Einzelne kurze Atemaussetzer sind harmlos.
Kurzum: Wenn Sie sich innerhalb von 4 Wo wieder gut erholt haben und den Zustand von vorher erreicht haben, ist alles gut
freundlicher Gruss
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